Kardio-CT (Multislice-Computertomographie des Herzen)
Ziele und Zwecke der Untersuchung
Die Computertomographie des Herzens hat die Untersuchung der Herzerkranzgefäße in speziellen Situationen deutlich verbessert. Es handelt sich um eine besondere Röntgenschichtuntersuchung, durch die mit modernster Technologie auch bewegte Strukturen, wie das schlagende Herz, untersucht werden können. Einerseits wird der Verkalkungsgrad der Wand der Herzkranzgefäße erfasst, andererseits können durch Kontrastmittel die Herzkranzgefäße selbst dargestellt und Verengungen erkannt werden. Patienten über 70 Jahren weisen häufig eine zu starke Verkalkung auf und werden deshalb nur in Ausnahmefällen untersucht. Sollte kein zu hoher Verkalkungsgrad vorliegen und eine gute Abbildungsqualität gewährleistet sein, können relevante Verengungen der Herzkranzgefäße durch die Untersuchung ausgeschlossen werden. In diesem Fall kann auf eine Herzkatheteruntersuchung verzichtet werden.
Wo wird die Untersuchung durchgeführt?
Die Untersuchung wird gemeinsam mit einem Radiologen durchgeführt. Die Beurteilung der Untersuchung wird sowohl vom Kardiologen als auch vom Radiologen gemeinsam erstellt.
Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Es handelt sich um eine Röntgenuntersuchung die mit einer Strahlenbelastung verbunden ist. Nach Vorbereitung (Auflegen auf die Untersuchungsliege, Anlegen eines EKG zur ständigen Überwachung, Plastikverweilkanüle in einer Armvene für das Kontrastmittel) wird die Liege in das CT geschoben. Der Kopf hat genügend Freiraum, der Untersuchungsraum ist hell, sodass auch Patienten mit Platzangst gut untersucht werden können. Dann wird die Untersuchung begonnen. Sie werden aufgefordert, den Atem mehrfach etwa 20 Sekunden anzuhalten, damit es keine Unschärfen der Bilder gibt. Die eigentliche Untersuchungszeit beträgt lediglich 2-4 Minuten. Beim Einfließen des Kontrastmittel werden Sie für einige Sekunden ein Wärmegefühl im ganzen Körper verspüren. Nach der Untersuchung können Sie auch ohne Begleitung den Heimweg antreten.
Was ist vor und nach der Untersuchung zu beachten?
Ein niedriger Puls verbessert die Qualität der Röntgenbilder. Bei Patienten, deren Puls mehr als 60 Schläge pro Minute beträgt, wird daher vor der Untersuchung ein Betablocker verordnet. Ihre üblichen Medikamente nehmen Sie bitte weiter. Nur ein Diabetesmedikament (Metformin) darf 48 Std. vor und nach der Untersuchung nicht eingenommen werden ! Eine Blutabnahme ist notwendig um die Nieren- und Schilddrüsenfunktion zu prüfen vor Kontrastmittelgabe. Bei Jod- und Kontrastmittelallergie erhalten Sie vor der Untersuchung entsprechende Medikamente zur Vorbeugung gespritzt. Sie sollten am Untersuchungstag nur ein leichtes Essen zu sich nehmen, allerdings keinen Kaffee oder Coca Cola. Nach der Untersuchung sind keine Besonderheiten zu beachten.
Wie sieht die weitere Behandlung nach der Untersuchung aus?
Die weitere Behandlung richtet sich nach dem Untersuchungsbefund und wird mit Ihnen nach Auswertung aller Befunde einschließlich der endgültigen Auswertung des Kardio-CT in der Praxis besprochen.

